So könnte es mit HD+ weitergehen
Abschalten, Restriktionen lockern oder mit attraktiven Inhalten zum Erfolg führen - zur Zukunft von HD+ sind drei ganz unterschiedliche Szenarien denkbar.
Die Branche diskutiert derzeit verschiedene Möglichkeiten, wie die Zukunft der HD+-Plattform aussehen könnte:
HD+ wird wieder zugemacht, und die HD-Sender der Privaten gehen unverschlüsselt auf Sendung.
Das ist kurzfristig eher unwahrscheinlich, weil Verträge über die Ausstrahlung auf drei bis fünf Jahre geschlossen werden. Für den ersten Zeitraum dürfte SES Astra als HD+-Initiator eventuelle Verluste tragen, die allerdings kein Problem bedeuten, da die Kosten gering sind. Erst wenn nach Auslaufen der Verträge die Privatsender reguläre Tarife zahlen müssten, wäre eine Einstellung denkbar. Passieren könnte das, wenn trotz guter Verkäufe von HD+-Hardware viele Zuschauer das Abo einfach auslaufen lassen und nicht erneuern.
HD+ lockert die Einschränkungen. Anlass: Die Sender bekommen zu viel Ärger und sehen ihr Ziel in Gefahr, nämlich das schrittweise Umstellen des Gesamtprogramms auf verschlüsselte Übertragung. Wenn wirklich zu viel Reichweitenverlust durch Überspringen von Werbung auftreten sollte, könnte man die Sperren später immer noch aktivieren. Ähnlich war es bei der HD-Einführung von Premiere (heute Sky): Anfangs wurden die analogen Ausgänge abgeschaltet, heute wird diese Einschränkung nicht mehr benutzt.
HD+ wird zum Erfolg. Voraussetzung ist, dass sich die meisten Zuschauer nicht an einer Jahresgebühr stören und gar nicht aufzeichnen wollen. Dazu müsste die HD+-Plattform aber einen deutlichen Mehrwert bieten: Es müssten mehr Sendungen als bisher in echtem und nicht hochskaliertem HD ausgestrahlt werden und eventuell weitere Sender hinzukommen.
Quelle: Spiegel Online


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